Speisekarten-Blog

Kennzeichnungspflicht seit 1960

Eingetragen am 2009-05-12 14:35 von Thorsten Sommer unter #blogging.

Zumindest eine (erste?) Version der Kennzeichnungspflicht für Zusatzstoffe datiert aus dem Jahre 1960 – gerade zufällig in meinem Archiv aufgestöbert:

Seitdem hat das Thema einiges an Fahrt gewonnen …

Kameras in Kneipen? – Nein, danke!

Eingetragen am 2009-05-11 11:59 von Thorsten Sommer unter #gastrosophie.

Hat denn hier niemand mehr Respekt vor meiner Privatsphäre? – Die folgenden Kneipen, in die ich bisher ganz gerne ging, werden jedenfalls ab sofort gemieden:

Ob Diebstahlprävention als Grund ausreicht, eine Kneipe zu überwachen, ist fraglich, sagt Wahlbrink. „Das ist eine rechtliche Grauzone.“ Laut Bundesverfassungsgericht sei ein Wirt verpflichtet, zwischen dem Interesse seiner Gäste, ungestört zu sein, und seinem eigenen Interesse abzuwägen. „Eine laufende Kamera bedeutet immer eine Störung – die Menschen verhalten sich anders, wenn sie sich beobachtet fühlen.“

[ via: HAZ ]

An dieser Stelle also ein herzhaftes Tschüss an die Betreiber von HeimW und Sol y Mar. Ihr seht mich nicht wieder – könnt ihr ja mit eurer Kamera überprüfen.

Denn ich will mein Privatleben nunmal ungestört und vor allem unüberwacht genießen können. Das Argument mit dem Diebstahlsschutz halte ich für äußerst schwach. Mal ehrlich, Leute, was soll dieser Quatsch wirklich? Setzt ihr im generellen Überwachungswahn nach 9/11 jetzt auch in Kneipen auf Generalverdacht? Wo soll das noch hinführen? Ich kann nur an alle Gäste appellieren auf solche Aktionen mit Boykott zu reagieren.

Schuss ins (Service-) Knie

Eingetragen am 2009-05-04 18:30 von Thorsten Sommer unter #gastrosophie.

Da speist man ausgezeichnete Küche, erfreut sich an gutem Wein und dann das: Pünktlich zum eigentlich krönenden-sollenden Abschluss gibt der bis dahin eigentlich ganz gute Service den Geist auf. Schade.

Auch zwanzig Minuten warten, vor leeren Tellern und an einem Tisch direkt am Laufweg sitzend, sowie Zeichen geben nutzte nichts. Erst die gesprochene Aufforderung führte zu einer gequälten Aufmerksamkeitssekunde und mich zur Aussage „Zahlen, bitte.“ – Dabei hätte ich gerne noch ein Dessert und zwei Gläser von dem guten Weißen vertilgen wollen.

Okok, der Betrieb war brechend voll, auch auf der Terasse. Und anzahlmäßig war der Service unterbesetzt. Aber: In der Zwischenzeit musste ich mir mit ansehen, wie der Chef des Ladens hinter der Theke im Schneckentempo Getränke bereitstellte, eine Servicekraft gar nicht oder nur langsam abräumte, jeder zweite Weg der beiden Servicekräfte (immer die Rückwege) mit leeren Händen erfolgte, auch Zurufbestellungen verweigert wurden, jedoch trotzdem Zeit war, das benutzte Geschirr für die Küche vorzusortieren. Der Spüler, der das Geschirr dann abholte wurde trotz der offensichtlichen Überlastung des Services genauso wenig eingebunden wie der mittlerweile „arbeitslose“ Koch (es gingen ja keine Bestellungen mehr ein bzw. die Küche stand kurz vor der Schließung).

All das hätte der Chef leicht verbessern können – der war aber mit Thekendienst überlastet!? Extramalus: Eine Servicekraft ging trotzdem immer wieder hinter die Theke und stellte sich (wohl aus Verzweifelung) selbst Getränkebestellungen zusammen. Dabei kamen sich die beiden regelmäßig in den Weg und verzögerten das Ganze noch weiter.

Bis hierhin ein einfaches Trauerspiel.

Der Schlag ins Gesicht des Gastes (meinem) kam zum Abschluss: Meine Anmerkung „Ich hätte ja gerne noch was bestellt, aber …“ wurde in pampigen Ton quittiert mit „Sie sehen doch, was hier los ist. Wir sind total unterbesetzt. Der Chef hat falsch geplant.“ (frei übersetzt: „Der hat keine Ahnung von seinem Job.“). Und: „Außerdem ist für Ihren Tisch der Kollege zuständig und der lässt mich auch schon den ganzen Abend alleine.“. Meine Replik: „Sie sind doch aber ein Team. Sie können doch nicht einfach alles auf Ihre Kollegen schieben? Warum helfen Sie sich nicht gegenseitig?“ wurde nur noch mit einem Wutschnauben und wortlosem Abgang beantwortet.

Nochmal: Schade. Ich würde sehr gerne wieder in diesen Laden gehen. Die Qualität der Küche und der Getränke war es wert. Aber miserabler Service (und nur so kann ich das insgesamt beurteilen) verhindert meine Rückkehr auf geraume Zeit.

Fremd-Posts? Hier? Niemals!

Eingetragen am 2009-04-27 08:55 von Thorsten Sommer unter #interna.

Manche Leute sind entweder einfach nur doof, dummdreist oder unübertroffen selbstverliebt. Oder ich unterstelle schlichte Faulheit. Solche E-Mails jedenfalls werden von mir relativ harsch beantwortet:

Ich bin zufällig [ … ] auf Ihren Blog gestoßen und finde Ihn klasse. Das Thema Ihrer Seite passt super zu der von mir gemachten Seite [ … ] und ich wollte Sie in diesem Zusammenhang fragen ob Sie mit mir zusammenarbeiten möchten.

Genauer würde ich Ihnen gerne einen Beitrag (von 200-450 Wörtern Länge) für Ihren Blog schreiben in dem dann 1 oder 2 Links auf meine Seite zeigen. Das Thema des Blogposts können Sie frei wählen, da ich mich im Themengebiet [ … ] besonders gut auskenne wäre das natürlich mein Steckenpferd und bevorzugter Themenkreis.

Was soll das werden? Statt Kommentar-Spam jetzt der Versuch direkt über die Postings zu gehen? – Leider wird es noch Leute geben, die auf diese Masche reinfallen (sieht mir schwer nach Massenverand aus). Schade.

Hätte der gute Mensch meine Seite wirklich ernsthaft gelesen, hätte er mit dieser Reaktion rechnen müssen.

Frappuccino, decaf, blended, lactosefrei, lauwarm

Eingetragen am 2009-04-25 08:36 von Thorsten Sommer unter #gastrosophie.

Starbucks? Nein, danke. War einmal in so einem Laden und bin gleich rückwärts wieder rausgestolpert. Die Produktauswahl ist für mich aktive Verkaufsverhinderung. Sehen anderen genauso:

Es ist zwar nett, seine Milch in drei verschiedene Temperaturstufen und in vier Sorten angeboten zu bekommen, aber ich möchte keine Konferenz vorher einberufen, um 'ne Tasse Kaffee zu ordern.

[ via: wer-weiss-was.de ]

Lesenswert! =8-)

Professionelles Um-die-Häuser-ziehen

Eingetragen am 2009-04-25 07:20 von Thorsten Sommer unter #gastrosophie.

Nach einem langen Arbeitstag habe ich mich bei Helmut eingeklinkt und gelernt, wie professionelles Um-die-Häuser-ziehen geht: zehn Bars/Kneipen in sechs Stunden. Oyoy, Respekt.

Dabei habe ich wieder einiges über Gastrosophie gelernt – und mich gefragt, ob ich das wirklich alles wissen will oder ob die Art von Magie, die durch Unwissenheit entsteht, nicht doch erhalten bleiben sollte?!?

Egal, kleine Erkenntnisse erhalten die Freundschaft:

  • Wer professionell um die Häuser zieht, der braucht einen Plan: Liste der Betriebe, Reihenfolge, Stadtplan, gutes Schuhwerk (oder einen Fahrer ;-)), Diktafon oder iPhone, Zettel und Stift, sehr viel Erfahrung.
  • Wenig Eis in einem Gin-Fizz ergibt nicht nur einen lauwarmen Drink minderer Qualität, sondern erhöht auch unnötigerweise den Wareneinsatz des Gastronomen. Doppelter Fingerschnitt sozusagen.
  • Wenn man in einer Bar von wildfremden Menschen angesprochen wird, spricht das für einen hohen Stammgästeanteil.
  • Professionelles Bar-Tending hat nichts mit der „industrialisierten“ Produktion von Mischgetränken zu tun.
  • Mise-en-place kann man auch übertreiben, dann kommen dabei z. B. welke Cocktail-Dekos heraus.
  • Mit den Augen eines Profis besehen, fallen manche Betriebe noch viel schneller durch das Raster und Enttäuschungen werden durch schnellen Rückzug minimiert.
  • Qualität ersetzt man nur duch mehr Qualität.
  • Es gibt Läden, die aktuelle Bar-Literatur lesen, sich daraus Anregungen holen und in denen Autoren besagter Literatur dann sogar erkannt werden.
  • Bar-Tester und Speisekarten-Tester gehen ganz ähnlich vor – auch wenn das Objekt der Begierde sich unterscheidet ;-)

Und: Die Zubereitung eines Cocktails soll zelebriert werden. Dieser Teil der Cocktail-Kultur war mir bisher unbewusst, auch wenn ich ihn immer erwartet und genossen habe. – Wie faszinierend, beinahe erotisch, z. B. die Erstellung einer Cocktail-Deko sein kann, weiß man erst, wenn man wirklichen Profis dabei zugesehen hat.

Ingesamt ein sehr spannender Abend. Danke, Helmut. Jetzt weiß ich Bars und Cocktails noch mehr zu schätzen als vorher.

Blender am Werk

Eingetragen am 2009-04-18 22:10 von Thorsten Sommer unter #blogging.

Irgendwo auf meinen Seiten (ich finde es gerade selbst nicht wieder), spreche ich davon, dass gutes Essen und gute Karten nicht immer zusammengehen. Heute hatte ich den umgekehrten Fall: Eine gute Karte (die Lust machte und mehr versprach) in einem Betrieb, den ich kein zweites Mal betreten werde. – Oh, Mann. lange nicht mehr so schlecht gegessen :-(

600.000 Besucher

Eingetragen am 2009-04-15 18:45 von Thorsten Sommer unter #interna.

Nochmal 50.000 Besucher dazu, diesmal in nur fünf Monaten. Hmmm, kein erkennbares Muster. Denn die Postingfrequenz hat nicht wirklich zugenommen. Nun ja. Trotzdem werde ich angesichts dieser Zeiträume und Menschenmassen nur noch die 100.000er-Schritte genießen – und hier verkündigen ;-)

Vincent Klink im SZ-Interview

Eingetragen am 2009-04-15 16:10 von Thorsten Sommer unter #gastrosophie.

Herzerfrischend flapsig: Vincent Klink im SZ-Interview:

Deshalb steht bei mir auf der Karte "Ein halbes Dutzend Austern", und serviert werden sieben Stück.

[ via: sueddeutsche.de ]

So was lobe ich mir natürlich, ist aber nunmal nicht überall machbar. Gibt Herr Klink ja auch selbst zu.

Flickr-Funde II

Eingetragen am 2009-03-22 19:05 von Thorsten Sommer unter #blogging.

Zwischenzeitlich habe ich das Konzept der Sets auf flickr zwar gefunden, aber wohl noch nicht verstanden. Ich selbst lade nix hoch, doch meine Favoriten kann man hier nachverfolgen (RSS). Wem das zu anstrengend ist, der kann weiter hier mitlesen:




Ich werde hier immer mal wieder auf weitere Fundstücke aus Flickr verweisen.

Vorherige Seite | Nächste Seite | Nach oben